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Vergleichbarkeit

Génial

Prolongation

J'ai une question
La philosophie dans la rue

Humour britannique

Doch Romantiker

Erregung öffentlichen Ärgernisses

Qui a raison?

Statistik

Beau cadeau

L'Allemagne va bien

Rezept gegen Flugangst
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Ratlos
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Die Republik der Flaschen

Nouveau CD: L'identité européenne existe-t-elle?.

Enseignons la débauche

Le rendez-vous de Krefeld

K. à la Une ...

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Vergleichbarkeit


Es war einmal eine Königin, nennen wir sie Marie-Antoinette, die liebte das Bauen. Eines Tages kam sie auf die Idee, dass es doch vernünftig wäre, wenn sie nur noch den besten Architekten des Landes mit der Errichtung ihrer Bauten beauftragen würde. Aber wer war der Beste? Sie rief daher einen Architektenwettbewerb aus. Den ersten beiden, die sich meldeten, sagte sie: "Baut mir ein Gebäude, in dem ich zufrieden wohnen kann." Recht hatte sie mit ihrem Auftrag, denn zu diesem Zweck baut man Häuser, und wenn man Königin ist, ganze Wohnanlagen.

Der erste Architekt dachte lange nach und sagte sich: "Marie-Antoinette ist ein Öko-Freak und hat die Landlust abonniert." Also baute er ihr ein kleines Dörfchen mit allem, was dazugehört, nette Bauernkaten, Hütten, Scheunen, Ställe für Hühner und Ziegen - leider war der Ziegenbock impotent, so dass die Herde nicht größer wurde, aber das merkte ja keiner außer den Ziegen. Sogar ein Türmchen war errichtet worden, von dem aus man auf den Dorfweiher schauen konnte. Der Weiler war wirklich hübsch und fast echt, er sah so aus, wie der Leser von Landlust sich das Landleben vorstellt. Die Königin war begeistert.

Der zweite Architekt dachte auch lange nach. Er sagte sich: "Die Königin ist gerne einmal allein mit Freunden, mag es intim und komfortabel." Also baute er ihr ein kleines Schlösslein mit allem modernen Komfort: Im Schlafzimmer konnte man sogar die Fenster dank einer ingeniösen Maschine verdunkeln, so dass niemand hineinschauen und sehen konnte, was ihn nichts anging. Es gab auch ein Wasserklosett, ein echter Luxus. Und das ganze war natürlich sehr geschmackvoll. Die Königin war begeistert und ließ sich nebenan noch ein kleines Theaterchen bauen, mit einer Bühne, auf der sie selber mit Freunden spielen konnte.

Aber wer war denn nun der beste Architekt? Die beiden Baumeister bedrängten die Königin, endlich eine Entscheidung zu treffen. Denn mit der Auszeichnung, dachten sie, würden sie sich vorteilhaft um neue Aufträge bewerben können und viel Geld verdienen. Die Königin überlegte lange, aber sie kam zu keinem Ergebnis. Sie konnte sich nicht entscheiden. Also befragte sie die Akademie der Wissenschaften, was sie denn tun solle. Glücklicherweise hatte man da gerade eine Kommission für Gleichheit eingerichtet, die als erstes ihrer Werke beschlossen hatte, die alten Längenmaße wie Fuß und Elle, die im Königreich nicht überall gleich lang waren, durch die einheitlichen Meter und Zentimeter zu ersetzen. Hochmodern also, diese Kommission.

Und der Vorsitzende dieser Kommission sah gleich, woran es haperte: Die Aufgabenstellung war falsch! So konnte man nie herausbekommen, wer denn nun der beste Architekt war! Man musste den Bewerbern natürlich eine Aufgabe stellen, die klar erkennen ließ, wer sie am besten gelöst hatte. Es musste die gleiche Aufgabe für alle sein, und das Ergebnis sollte messbar und eindeutig sein. Dann würde sich niemand darüber beschweren, dass man ihn ungerecht behandelt hätte. Und weil die wissenschaftliche Kommission der Königin nicht nur eine Theorie des Wettbewerbs liefern wollte, sondern auch einen praktischen Vorschlag, gründete man sogleich eine Unterkommission, die mit der Ausarbeitung des künftigen Wettbewerbs beauftragt wurde. Dafür brauchten nur ein paar Professorenstellen geschaffen und wissenschaftliches Hilfspersonal eingestellt zu werden.

Nach einem Jahr war es geschafft: Man stellte der Königin den neuen Wettbewerb vor. Die Aufgabe war: "Bauen Sie ein Zimmer, quadratisch, drei mal drei Meter innen, zweifünfzig hoch, mit einem einflügeligen Fenster und einer Tür, Durchgangsmaß achtzig Zentimeter. Das Ganz stapelbar, Baustoff Beton, Wanddicke 20 Zentmeter. Und es folgten noch mehr Bestimmungen, je mehr desto besser. Nun brauchte man nur noch nachzumessen, ob die Architekten diesen Auftrag genau erfüllt hatten oder nicht. "Genial", sagte die Königin. "Endlich eine vergleichbare Leistungsmessung!"

Die Städte sahen fortan so aus, wie die Architekten sie nach solchen Vorgaben bauen konnten: einheitlich öde. Wohncontainer eben. Die Architekten hatten ja nichts anderes gelernt, denn gelernt wird nur, was geprüft wird, wie die Pädagogen wissen. Aber es ist üble Nachrede, wenn jemand behauptet, die Revolution wäre deshalb ausgebrochen. Im Gegenteil, nicht wahr.     



Pierre Sommet: Crêpes


"Mardi-Gras, ne tŽen vas pas, je ferai des crêpes, je ferai des crêpes,

Mardi-Gras, ne tŽen vas pas, je ferai des crêpes et tŽ'en auras".

"Mardi-Gras, geh nicht weg, ich werde Crêpes backen, ich werde Crêpes backen,

"Mardi-Gras, gehe nicht weg, ich werde Crêpes backen und du wirst welche haben".

Französisches Kinderlied

 

Sie sind in aller Munde, die goldgelben runden Pfannkucken aus der Bretagne: Die Crêpes. Aber warum sind sie die Vorboten des Frühlings?

Unweit von Quimper, Douarnenez und der bretonischen Küste, liegt das historische Dorf Locronan. Es gehört zu den hundert Schönsten Frankreichs. Auf dem GrandŽPlace gruppieren sich um die Kirche Saint-Ronan Crêperien in Granithäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Dort kann man herzhafte Galettes und "krampouezh", süße Crêpes aus Weizenmehl genießen. Als flüssige Begleitung bietet sich eine "bolée de cidre" an.

In Locronan kommen und gehen die Touristen, die Zeit aber ist stehen geblieben. Gerade in der Winterzeit, an neblig-trüben Tagen, haben der Ort und der nahe gelegene heilige Wald von Saint-Nivet etwas Magisches. Sie laden zu einer Reise in die Vergangenheit ein, in die geheimnisvolle Welt der Mythen, Rituale und Symbole. Hart war das Leben der Kelten, lang und entbehrungsreich die Winter. Von den Launen der Natur waren die Vorfahren der Bretonen völlig abhängig. Als am ersten Februar die Tage deutlich länger wurden und das als Lebensquell verehrte Sonnengott Sulis, das allsehende Auge des Himmels, an Strahlkraft gewann, feierten die Kelten "imbolc", das Fest der Reinigung des Wassers. Im fünften Jahrhundert wählte die katholische Kirche den darauffolgenden Tag für Maria Lichtmess. Im Gegensatz zu Deutschland wird  in Frankreich der zweite Februar mit einem schönen kulinarischen Brauch, dem Backen von Crêpes, gefeiert. Es ist die Chandeleur, die "fête des chandelles", das Fest der Kerzen. Zur Chandeleur muss man seine Crêpe wenden, indem man in der rechten Hand die Pfanne und in der linken ein Goldstück hält. Gelingt diese akrobatische Operation, hat man das ganze Jahr über Glück. Zwei Wochen nach der Chandeleur, am Mardi-Gras ("am Fetten Dienstag"), findet ein weiterer Tag der Crêpes statt. Dann wird gefastet.

Wie ist die auf den ersten Blick bizarre Assoziation zwischen Kerzen und Crêpes entstanden? Zur Chandeleur trug man im Mittelalter in Prozessionen geweihte Kerzen zur Kirche und brachte anschließend welche heim. Sie wurden überall aufgestellt und angezündet, das Kerzenlicht sollte Unheil fernhalten: Blitzschläge, Gewitter, Hungersnot, Wölfe, den "Mann mit den eisernen Nägeln", wie die Bauern den Teufel nannten, und den Tod. Dabei wurden Crêpes gebacken, aus blé noir, Buchweizenmehl natürlich, denn Weizenmehl und Zucker waren unerschwinglich. Die Crêpes sollten Fruchtbarkeit und Glück bringen. In der dunklen Jahreszeit symbolisierte ihre Kreisform die Sonne und mit ihr die ersehnte Wiedergeburt des Frühlings, die Hoffnung auf eine  ertragreiche Ernte.

Das französische Wort crêpe selbst ist entlehnt aus Altfranzösischem cresp, crespe. aus dem Lateinischen crispus, was "wellig, frisiert" bedeutet. Bei der Zubereitung wellt sich der zarte Teig.

Die bretonischen Pfannkuchen haben längst Einzug in Deutschland gefunden. Ein Farbtupfer, ein Lichtblick in grauen Fußgängerzonen sind Crêperien-Stände. Dort warten die Crêpes auf Kinder mit großen Augen und auf wintergeplagte, sonnenhungrige Passanten.

 Alle, jung und alt, lachen die Crêpes an und wünschen auf bretonisch" Kalon digor"! Sie haben es verstanden.



GÉNIAL

La «Rheinische Post», journal de Düsseldorf, est une sérieuse source de plaisirs. Dans un article sur Sarkozy (18 février 2008), l'auteur a trouvé des noms révélateurs pour certains acteurs de la politique française. François Bayrou, le chef du MoDem (qui peine à se faire élire maire de Pau), devient «François Baryon» - le baron rouge, sans doute. J'aurai ta Pau. Point culminant de cette psychologie de la coquille : l'ancien Premier Ministre, dont les instincts meurtiers sont dévoilés sans ménagement, se retrouve sous le nom de «Dominique de Killerin».
decouvert

 
 K. A LA UNE !

Monet
feu_cologne Décidément, le nouveau maire de la paisible ville de K. n'a pas de chance : d'abord, il doit vendre la clinique ou la déclarer en faillite.  Pour pouvoir payer la réparation du musée, il a eu l'idée de bazarder un  tableau de Monet...
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Pour couronner le tout, la locomotive d'un train régional se met à brûler en gare de Cologne, ce qui cause la perturbation du trafic ferroviaire partout en Allemagne. Et où allait ce train de la malchance ? Correct : dans la ville de K.
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Le maire de K. peut se consoler : de cette façon, sa ville est au moins à la Une de tous les journaux, qui normalement, se foutent royalement de la paisible ville de K.



LA PHILOSOPHIE DANS LA RUE

Ils ont raison, les gars dans ce magasin. Et c'est quand même gentil de nous le dire de temps en temps. Napoléon est mort, Goethe aussi, et tant d'autres. Où est la neige d'antan? Une question d'ailleurs, à laquelle personne n'a répondu jusqu'alors. Cette terre disparaîtra un jour, et le soleil aussi, si les savants ne se sont pas trompés; l'univers entier est condamné à mourir un jour! Vachement désagréable de penser à l'embêtement que ça va produire. On aimerait mieux s'imaginer autre chose. Mais la pub est là pour le répéter inlassablement: Tout doit disparaître!
 
 

J'AI UNE QUESTION

Pourquoi Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799) tient-il le globe impérial dans la main gauche? Amateurs de la pétanque, au secours!
 


 
Das ist geklärt

Helmut Krebs aus Oberhausen hat mich endlich aufgeklärt: Was Georg Christoph Lichtenberg in der Linken hält, ist weder der Reichsapfel noch der Newton'sche, der vom Baum der Erkenntnis fiel, sondern "die idealisierte Nachbildung eines von Lichtenberg selbst entwickelten Instruments, das in der Elektrolehre eine Rolle spielt" und das in den Sammlungen der Universität Göttingen zu finden ist.

Die Zuschrift von Helmut Krebs hat mir große Freude gemacht und ist ein schönes Beispiel für den Ratschlag von Nicolas Fréret, der diese Internet-Seite als Motto ziert.

(Dezember 2009)
C'était donc ça !

Helmut Krebs, journaliste et chercheur à Oberhausen, m'a enfin expliqué ce que Lichtenberg tient dans sa main gauche. Ce que Georg Christoph Lichtenberg nous montre, n'est ni le globe impérial ni la pomme tombée de l'arbre de la science du bien et du mal, mais un appareil que Lichtenberg a inventé lui-même lors de ses recherches sur l'électricité, les symboles "+" et "-" le prouvent.

La lettre de Monsieur Krebs m'a fait très plaisir et est un bon exemple de ce que Nicolas Fréret nous a fortement conseillé.

(décembre 2009)
 

HUMOUR BRITANNIQUE

 
L'année des sciences 2001 en Angleterre s'annonce avec un vrai tremblement de terre. Un million d'Anglais au moins sont priés de sauter en même temps, une minute durant, et les savants vont mesurer l'effet de l'action sur le sol britannique. Chacun peut se construire un petit sismographe - le mode d'emploi se trouve dans l'internet. D'ailleurs, n'essayez pas de visiter ce site (www.scienceyear.com),
il déclenche aussi un petit séisme dans votre ordinateur. Qu'est-ce que ce projet magnifique nous apprend? C'est que, même sans point d'appui on peut faire bouger la terre! On voit tout de suite la différence avec la caractère national des Allemands qui se caractérise plutôt par le dicton de Luther: "Hier stehe ich, ich kann nicht anders."
DOCH ROMANTIKER
 

Man weiß: Franzosen sind Rationalisten, jeder ein kleiner Descartes. Aber manchmal geht die Sentimentalität, die Sehnsucht nach der guten alten Zeit auch mit ihnen durch, und sei es nur, dass sie etwas einfach nicht wegschmeißen können. Was hebt man nicht alles auf!

So geht's auch der Stadt Toulouse - oder einer Chemiefabrik darin. Bei dem verheerenden Unglück im September 2001, bei dem 29 Menschen ums Leben kamen, hunderte Behausungen unbewohnbar, ein Drittel der Schulen zerstört wurden, flog zwar nur hochexplosiver Grundstoff für die Düngemittelproduktion in die Luft. In unmittelbarer Nähe befand sich freilich eine Fabrik, die Treibstoff für die Ariane-Rakete herstellt - na, irgendwo muss der ja auch produziert werden. Und ebenfalls im Süden der Stadt lagerte Senfgas...

Jetzt fragt man sich, was denn die Franzosen mit Senfgas anfangen, einer chemischen Waffe des ersten Weltkriegs, die schwere Verbrennungen hervorruft. Aber, aber! Pure Nostalgie! Man bringt es einfach nicht übers Herz, etwas wegzuwerfen, an dem es hängt.
 
 
 
 

ERREGUNG ÖFFENTLICHEN ÄRGERNISSES
 

Die vielen "Trittbrettfahrer", welche die Angst vor den in Briefen verschickten Milzbrandbakterien nützen, um ihre miesen Spielchen zu treiben (es sind dieselben Menschen, die einem elektronische Post mit Computer-Viren zusenden), müssen wissen, dass sie in der deutschen Regierung einen klugen und wachsamen Gegner und die postfrischen Erreger keine Chance haben. So ließ sich die Gesundheitsministerin in der "Tagesschau" des 11. Oktober 2001 folgendermaßen aus:

"Wir werden die Ärzte und Ärztinnen sensibilisieren für mögliche Erregungen."

Die Ärzteschaft hatte eine angeregte Nacht.
 
 
 
 

QUI A RAISON ?
 
Dans un petit article datant de 1766, «Des conspirations contre les peuples ou proscriptions», après avoir énuméré les nombreux holocausts qu'il connaissait - nous pouvons facilement ralonger la liste - Voltaire cite un vers d'Horace:
 
Aetas parentum, peior avis, tulit
Nos nequiores, mox daturos
Progeniem vitiosiorem.

Nous sommes nés de pères pires déjà que leurs aïeux, pour procréer une génération encore plus terrible. (Horace, Odes, III, 6)


et lui oppose sa version optimiste:
 

Nos aïeux ont été des monstres exécrables,
Nos père ont été méchants;
On voit aujourd'hui leurs enfants,
Etant plus éclairés, devenir plus traitables.


Puisse-t-il avoir raison!
 
 
 

STATISTIK
 
In Bremen, liest man, blieben von 10.000 Schülern 463 sitzen, in Bayern 375. In Hamburg dagegen nur 187 und im Land Brandenburg gar nur 89. Auf eine rationale Erklärung dieser Unterschiede bin ich gespannt. Mit Geographie ist da nichts zu machen, mit der politischen Einfärbung der jeweiligen Landesregierungen auch eher wenig. Mit den tatsächlichen Schülerleistungen hat die Zahl der Sitzenbleiber offensichtlich auch nichts zu tun.

Hier muss klar die Chaos-Theorie ran, ahnt man.
 
 
 

 
BEAU CADEAU
 
C'est une voisine, Mme Rothes, qui me dit un jour, lorsque je la rencontre par hasard dans la rue: «J'ai là un livre français dont je ne sais que faire. Vous n'en avez pas envie?» Je n'ai aucune idée de quel livre il peut s'agir et je pense à un de ces bouquins poussiéreux qui traînent dans les maisons et que personne ne lit plus, comme celui qui vante les miracles de Lourdes et que ma femme avait déniché sur un marché à Düsseldorf. Au fait, pour ce livre-là, on a trouvé un lecteur averti.

Mais non, c'est une vraie trouvaille, les «Caractères» de La Bruyère dans l'édition Changuion, Amsterdam 1739. François Changuion de la Kalverstraat a fait paraître pas mal de livres importants au Siècle des Lumières où la lumière venait plutôt du Nord. Il faut dire que La Bruyère était déjà un classique au moment de cette édition.

Merci, Mme Rothes!
 


 
Citation:

«Quand une lecture vous éléve l'esprit & qu'elle vous inspire des sentimens nobles & courageux, ne cherchez pas une autre régle pour juger de l'Ouvrage, il est bon, & fait de main d'ouvrier.»

Tenir en main un livre vieux de deux siècles et demi produit un peu cet effet: le respect.

L'ALLEMAGNE VA BIEN


 

Les inondations catastrophiques qui, au mois d'août 2002, ont frappé Drèsde et d'autres villes le long de l'Elbe ont pourtant du bon. A peine les premiers dégâts connus, les actions des grandes entreprises de construction sont en hausse. Des milliers de riverains ont tout perdu: il y en a toujours à qui ça profite. Donc, pas de panique.


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REZEPT GEGEN FLUGANGST
 

"Vögel vor dem Flug" - Freundin, 4. April 2002, Seite 234
(On peut même traduire cela: «Tu dois t'envoyer en l'air avant de voler.»)
 
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.RATLOS
 

Meine Eisenbahnfahrkarte belehrt mich: "Nur gültig mit Entwerteraufdruck". Es ist klar: Eine Fahrkarte, die nicht gültig ist, ist nichts wert. Man kann sie ja, vorausgesetzt, man hält sich an die Gesetze, nicht benutzen. Die Aufschrift sagt jedoch klar und deutlich, dass die Fahrkarte nur dann etwas wert ist, wenn sie nichts mehr wert ist, weil sie entwertet wurde. Würde man eine nicht entwertete, also wertvolle Fahrkarte benützen, so machte man sich ja der Beförderungserschleichung schuldig. Das verstehe einer: Warum verlangt die Bahn für Karten, die erst dann wertvoll sind, wenn sie wertlos sind, ein Beförderungsentgelt? Es ist doch Betrug, dem Fahrgast eine wertlose Sache anzudrehen. Oder habe ich da etwas missverstanden?
Ein Unternehmen, das solche Sprüche auf seine Fahrkarten druckt, verlegt auch Gleise, die im Nirgendwo enden.
DIE REPUBLIK DER FLASCHEN
 
Fortsetzung des Vorigen. Auf dem Bahnsteig eines niederrheinischen Kleinstädtchens gab es neulich einen Aufstand der Fahrgästinnen und Fahrgäste wegen der unglaublichen Verspätungen der Nahverkehrszüge. Die Erklärung, die Bedienstete der Bundesbahn dafür bereithalten, ist von erschlagender Dummdreistigkeit: Die Züge seien verspätet, weil der herbstliche Laubfall einen Schmierfilm auf den Schienen verursache, der zum vorsichtigen Fahren zwinge.

Seit Menschengedenken gibt es Herbst und Laubfall, und in der langen Geschichte der Bahn haben die Ingenieure kein Mittel gefunden, ihm zu begegnen? Haben die Fahrplanentwickler keinen Weg gefunden, ihn zu berücksichtigen?

Leider nur ein Beispiel für ein Land, in dem die Lichter ausgehen. Die im Oberstübchen nämlich. Die Schlampigkeit, mit der hierzulande Gesetzestexte formuliert werden, die Ratlosigkeit, wie man mit Schwierigkeiten umzugehen habe, jeden Morgen bekommt man sie in der Zeitung serviert. Das Hickhack um die Einführung der LKW-Maut ist ein weiterer Beleg für die Unfähigkeit, auch nur die einfachsten Fragen zu regeln. Ist es normal, wenn erst der dritte fabrikneue Wäschetrockner funktioniert? Ist es normal, wenn Babynahrung nach Israel geliefert wird, an der zwei Kinder sterben und fünfzehn schwer erkranken? (Und dies nicht wegen Habgier, sondern einfacher Schlamperei?)

Man nehme die Maßnahmen, die Schule billiger zu machen. Sie werden mit Sicherheit eins zur Folge haben: Die Schule wird schlechter. Und so ist denn der Weg unumkehrbar beschritten: Hurrah, wir verblöden! Bleibt nur die Frage, ob man für diese Flaschen auch noch Flaschenpfand zu zahlen habe.
 
 

Professeurs de français (FLE), d'allemand et d'histoire
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.....NOUVEAU CD: L'IDENTITÉ EUROPÉENNE EXISTE-T-ELLE?
60 jeunes gens, pour la plupart des élèves de classes terminales du Danemark, de France et d'Allemagne ont répondu à cette question. Et leurs points de vue sont toutes différentes: ils s'intéressent aux identités culturelles, nationales, régionales, à l'État-Providence, aux droits de l'homme, aux développements économiques et ils parlent de leurs expériences personnelles. Enregistrements MP3 ou Wave: les Danois et les Allemands parlent français, les Français parlent allemand. Les enregistrements ne sont pas de qualité égale ce qui est dû aux possibilités techniques sur place; et évidemment, la qualité langagière varie aussi. Vous pouvez vous procurer une copie de ce CD multimédia en envoyant une enveloppe (DIN A5) adressée à vous-même et un billet de 5 € pour participation aux frais. Écrivez à mon adresse postale:

Dr. Armin Volkmar Wernsing
Birmesstr. 21
D-47807 KREFELD
Allemagne
 
 

ENSEIGNONS LA DEBAUCHE
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Jeunes d'Allemagne: la ministre de l'éducation a pensé à vous. Vu la crise de l'enseignement professionnel, les amendes qu'on infligera aux entreprises dépourvues d'apprentis amélioront votre situation. C'est certain! Ainsi, les bordels qui refusent de se prêter à la formation de futures putes (voire de proxénètes) seront sévèrement punis.

Non, ce n'est pas une blague, hélas.
 
 

LE RENDEZ-VOUS DE KREFELD

On n'a jamais assez de temps, hélas. Mais quel plaisir tout de même de l'avoir eu chez nous et de parler littérature avec lui! Petit incident qui nous a fait sourire tous les deux: Nous attendons le tram et une dame veut nous interviewer sur nos habitudes d'acheter les tickets. Statistique, quoi. Quand elle remarque que nous parlons français, elle pose ses questions dans cette langue dont on dit que peu d'Allemands la connaissent. Et Denis a rencontré d'autres «happy few» pendant son voyage.


PROLONGATION

Denis Emorine

Ah, ça fait tout de même plaisir de le revoir !
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